Noah

Noah-poster

 

Bibelfilme sind wieder In, doch wenn Darren Aronofsky einen dreht, könnte man etwas anderes erwarten. Doch leider scheint der Regisseur hier seine Seele für eine Handlung herzugeben, die eins will uns missionieren.

Zwar bietet „Noah“ in der ersten Hälfte tolle Bilder, die wirklich etwas her geben und es wirkt wie ein neorealistischer Fantasyfilm, hier wird die Bibel Handlung wohl auch etwas freier interpretiert. Vor allem die Gefallen Engel als Steinwesen sieht wirklich gut aus und auch die Landschaft, alles wirkt Öde und zerstört, als ob man schon in einer Postapokalypse lebt. Doch wir sind am Anfang der Menschheit, jedenfalls nach der Bibel. Was wenn man jetzt schon logisch denkt, sehr merkwürdig wär, da wir alle durch Inzest erstanden sind. Dieses Phänomen zieht sich aber eh durch den Film bis hin zum Finale. Eins der vielen offensichtlichen Logiklöcher jeder Religion.

Doch dann kommt die Flut und man als Zuschauer muss eins der schlechtesten Kammerspiele aller Zeiten erleben. Alles wirkt so flach und mit billiger Dramatik ausgestattet, das selbst Russell Crowe aufgeben hat, schaut einfach mal auf seine Augen, die seelenlos einfach nur noch dahin starren, als ob er gemerkt hat, was er hier eigentlich machen muss. Denn es wird klar, alle Ungläubigen müssen einfach sterben. An diesem Punkt in der Arche wird klar, der Film will nur eins, Missionieren. Denn egal wie man es dreht oder wendet, man wird gelangweilt, mit einer Bibel Propaganda. Die man sonst eigentlich nur von richtigen christlichen Produktionen kennt.  Denn alle, die ungläubig sind, sind von vorne Weg das Böse, egal ob sie es aus Hunger und Angst tun oder vielleicht, sind ein paar Böse. Doch anstatt dies weiter zu hinter Fragen, wird es irgendwann einfach vergessen.

Man kann natürlich versuchen über all dass Hinweg zu sehen und einfach ein Fantasydrama zu schauen, wo es nur Schwarz oder weiß gibt. Doch dann kommt das Finale und das ist einfach der letzte Sargnagel, falls man es bis dahin geschafft hat. Man wird gelangweilt und man schämt sich schon fremd, kommt es noch schlimmer, wirklich schlimm. Hier wird ein Happy End so was von erzwungen und wieder wird die Moral und Ethik einfach davon geschickt.

„Noah“ ist es gelungen, eine Fantasygeschichte, so realitisch zu erzählen, das man sich echt schlecht danach fühlt, nicht weil es gut war, sondern so als ob man wirklich unsittlich berührt wurden ist. Man kann zwar über den Film diskutieren und vielleicht auch manches anders Interpretieren, doch viele dinge sind einfach so Offentsichtlich, das man sich schämt, sowas 2014 gesehen zu haben.

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